Von Rosen und Nachtigallen
Shiraz, 26.-30. September 2005
Shiraz, die Stadt des großen persischen Dichters Hafez wird gerne als Stadt der Liebe und Poesie, als Stadt der Rosen und Nachtigallen, beschrieben. Der arglose Reisende, der die Stadt betritt, bemerkt davon erst einmal nichts: Die Hotels der Stadt gruppieren sich um einen großen und geschäftigen Boulevard herum, dessen Geräusche, um nicht zu sagen Lärm, sich auch in den Seitenstraßen bemerkbar machen und die Nachtruhe versüßen. Auch wenn man am nächsten Morgen die (sehr respektablen) Sehenswürdigkeiten der Stadt aufsucht, ist davon nicht viel zu spüren: Das von schroffen Gebirgen und trockenen Hochebenen umgebene Shiraz wirkt wie eine ganz normale iranische Großstadt, und Rosen und Nachtigallen gibt es allenfalls als Mosaik-Dekoration auf dem Iwan einer Moschee.
Am ersten Tag schauten wir uns, wie oben beschrieben, die Hauptsehenwürdigkeiten an. Eine Moschee, die wir besichtigten, wirkte von außen geschlossen, wir versuchten natürlich trotzdem hereinzukommen. Tatsächlich ließ sich das massive Holzportal leicht aufdrücken, und im sehr eindrucksvollen Innenhof befand sich keine Menschenseele, obowhl Gerüste, Farbeimer etc. auf im Gang befindliche Restaurationsarbeiten hindeuteten. In die Mittagspause gegangen und vergessen abzuschließen!?
Etwas später trafen wir uns mit einem weiteren Ali, den Hanno in Mashhad kennengelernt hatte und der dort auf Pilgerfahrt war. Ein zurückhaltender Mittdreißigermit Frau, Kind und Vollbart. Dieser machte uns mit zwei ähhhh, exentrischen Freunden bekannt, die sehr nett und unterhaltsam, aber auf die Dauer auch etwas anstrengend waren. Einer der beiden wurde von den beiden anderen immer "Lori" genannt - ein Nomadenvolk Irans, vielleicht den Ostfriesen vergleichbar, denn es gibt auch regelrechte Lori-Witze. Nachdem wir vom Universitätsberg (wo Ali arbeitete) den Blick auf die Stadt genossen hatten, die drei sich für eine halbe Stunde entschuldigt hatten (Abendgebet!) und einige Zeit kreuz und quer durch Shiraz gekurvt hatten, wurden wir schließlich zu einem klasse Kebab-Abendessen eingeladen. (Wir revanchierten uns natürlich am nächsten Tag beim Lunch mit Ali.)
Tags drauf lernten wir Alis Arbeitsplatz (ein wissenschaftliches Publikationszentrum) von innen kennen und plauderten mit seinem Chef, der uns die Bedeutung der Anlage für den wissenschaftlichen Austausch im Nahen Osten erläuterte. Danach spazierten wir noch mit Ali durch den universitätseigenen Botanischen Garten, und endlich einmal spürten wir den oasenhaften Zauber, der an Shiraz gerühmt wird. Später fuhren Hanno und ich noch zum Mausoleum von Hafez, einer ebenfalls sehr schönen, grünen Anlage, in der man es lange, lange aushalten kann. Mit Einbruch der Dunkelheit kehrten wir aber in die Stadt zurück, denn am nächsten Tag würde der recht anstrengende Ausflug nach Persepolis auf dem Programm stehen!
Shiraz, die Stadt des großen persischen Dichters Hafez wird gerne als Stadt der Liebe und Poesie, als Stadt der Rosen und Nachtigallen, beschrieben. Der arglose Reisende, der die Stadt betritt, bemerkt davon erst einmal nichts: Die Hotels der Stadt gruppieren sich um einen großen und geschäftigen Boulevard herum, dessen Geräusche, um nicht zu sagen Lärm, sich auch in den Seitenstraßen bemerkbar machen und die Nachtruhe versüßen. Auch wenn man am nächsten Morgen die (sehr respektablen) Sehenswürdigkeiten der Stadt aufsucht, ist davon nicht viel zu spüren: Das von schroffen Gebirgen und trockenen Hochebenen umgebene Shiraz wirkt wie eine ganz normale iranische Großstadt, und Rosen und Nachtigallen gibt es allenfalls als Mosaik-Dekoration auf dem Iwan einer Moschee.
Am ersten Tag schauten wir uns, wie oben beschrieben, die Hauptsehenwürdigkeiten an. Eine Moschee, die wir besichtigten, wirkte von außen geschlossen, wir versuchten natürlich trotzdem hereinzukommen. Tatsächlich ließ sich das massive Holzportal leicht aufdrücken, und im sehr eindrucksvollen Innenhof befand sich keine Menschenseele, obowhl Gerüste, Farbeimer etc. auf im Gang befindliche Restaurationsarbeiten hindeuteten. In die Mittagspause gegangen und vergessen abzuschließen!?
Etwas später trafen wir uns mit einem weiteren Ali, den Hanno in Mashhad kennengelernt hatte und der dort auf Pilgerfahrt war. Ein zurückhaltender Mittdreißigermit Frau, Kind und Vollbart. Dieser machte uns mit zwei ähhhh, exentrischen Freunden bekannt, die sehr nett und unterhaltsam, aber auf die Dauer auch etwas anstrengend waren. Einer der beiden wurde von den beiden anderen immer "Lori" genannt - ein Nomadenvolk Irans, vielleicht den Ostfriesen vergleichbar, denn es gibt auch regelrechte Lori-Witze. Nachdem wir vom Universitätsberg (wo Ali arbeitete) den Blick auf die Stadt genossen hatten, die drei sich für eine halbe Stunde entschuldigt hatten (Abendgebet!) und einige Zeit kreuz und quer durch Shiraz gekurvt hatten, wurden wir schließlich zu einem klasse Kebab-Abendessen eingeladen. (Wir revanchierten uns natürlich am nächsten Tag beim Lunch mit Ali.)
Tags drauf lernten wir Alis Arbeitsplatz (ein wissenschaftliches Publikationszentrum) von innen kennen und plauderten mit seinem Chef, der uns die Bedeutung der Anlage für den wissenschaftlichen Austausch im Nahen Osten erläuterte. Danach spazierten wir noch mit Ali durch den universitätseigenen Botanischen Garten, und endlich einmal spürten wir den oasenhaften Zauber, der an Shiraz gerühmt wird. Später fuhren Hanno und ich noch zum Mausoleum von Hafez, einer ebenfalls sehr schönen, grünen Anlage, in der man es lange, lange aushalten kann. Mit Einbruch der Dunkelheit kehrten wir aber in die Stadt zurück, denn am nächsten Tag würde der recht anstrengende Ausflug nach Persepolis auf dem Programm stehen!

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