Gruzija b Uzbekistane
Gestern sind wir in Buchara angekommen! Bis jetzt ist alles super gelaufen, die Stadt ist herrlich (sogut erhalten, daß man fast schon von einem Freilichtmuseum sprechen kann) und das einzige, was einem das Herumlaufen vermeidet, sind die 40 Grad in der Mittagshitze - im Schatten wohlgemerkt. Solange man aber nicht in der Sonne geht, läßt es sich gut ertragen. Die grusinische Familie, die uns ihr Nachbarhaus vermietet, ist, wie nicht anders zu erwarten war, äußerst gastferundlich: wir bekommen nicht nur ein leckeres Frühstück, sondern die (übrigens attraktive) Tochter führt uns außerdem durch die Stadt. Mehr demnächst!
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Buchara, 5.-8. September 2005
Nach längerer, Turkmenbaschi-bedingter Internet-Pause vervollständige ich nunmehr unsere Erlebnisse in Uzbekistan. In Buchara besichtigten wir die verschiedenen Medressen und Moscheen, auf denen wir u.a. die Besteigung eines Minaretts (mit fantastischem Rundblick) dazu nutzten, uns auf dem Rückweg selbständig zu machen und auf dem Dach der Moschee herumzuklettern - es störte anscheinend niemand und war eine sehr lohnende Angelegenheit. Noch besser gefiel es mir allerdings, an einem kleinen, baumbestandenen Teich in der Stadt auf den landestypischen Diwans zu liegen, Schaschlik zu verspeisen und dabei die den Teich umgebenden alten Medressen anzuschauen. Am nächsten Abend passierte jedoch ein kleines Unglück, als wir gemeinsam mit Zarina und Sanjar (die Tochter der Familie und ihr Zukünftiger) auf dem Rückweg von einem Café eine große, aber nur mäßig beleuchtete Straße entlangspazierten. Ein Gullydeckel war offengelassen, und natürlich hatte ich trotz 0,0 Promille nichts Besseres zu tun, als... hineinzufallen. Ich versackte bis zu den Schultern, kam aber mit dem Schrecken und einer fetten Wunde am linken Unterschenkel davon. Kein Bruch, keine Prellung, nichts - ein glimpflicher Ausgang, bedenkt man, was sonst hätte passieren können. Sanjar machte am nächsten Morgen einen Arzt ausfindig und war auch sonst extrem bemüht, mir zu helfen. (P.S. Die Wunde ist mittlerweile auf einem guten Wege, wie mir heute in Mashhad ein Arzt bestätigte.)
Natürlich wirkte sich dieses Malheur auf meine Mobilität aus, so daß ich den letzten Tag in Buchara im Auto zwischen verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Umlandes herumkutschiert wurde. Ich überlegte sogar, ob es sinnvoll sei, den nächsten Flug oder Zug nach Taschkent zu nehmen, anstatt die Strapazen des Turkmenistan-Transits auf mich zu nehmen. Da ich mich in der Nacht aber gut erholte und wir einen Großteil des Tages im Auto verbringen würden, entschlossen wir uns nach einer Telefon-Konferenz mit einem deutschen Arzt (ein guter Freund von Hanno), das Risiko einzugehen.
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